So sind wir entstanden

Historie

Vorläufer
Hochschulsport der FAU

Im Februar 2015 gab Christoph Brückner seinen ersten Kurs beim Hochschulsport der FAU: einen Ferienkurs „Swing für Anfänger“, gemeinsam mit seiner damaligen Tanzpartnerin Olga Kruse. Der Kurs war ausgebucht, und schnell folgten im Sommersemester weitere wöchentliche Kurse und Blockkurse, sowie die erste Ausgründung: die Auftrittsgrupe Swing Rebels

Mit viel Eifer wurde das Angebot in den folgenden Semestern stetig ausgebaut: Christoph holte über sein kleines privates Netzwerk weitere Tanztrainer nach, und schnell konnten weitere Swing-Tänze angeboten werden – in manchen Semestern liefen parallel bis zu 6 wöchentliche Kurse und 8 Blockkurse. Über Facebook, Flyer und Aushänge in den Studentenwohnheimen wurde kräftig die Werbetrommel gerührt, und so war fast jeder Kurs ausgebucht.

Gruppenbildung
Wir gehören zusammen

Swing-Tänze, das bedeutete vor der Pandemie vor allem: regelmäßiges Wechseln des Tanzpartners während der Stunde! So konnte man sich auch ohne eigenen Tanzpartner anmelden, lernte viele neue Leute kennen und es entstanden schnell Freundschaften und ein Zusammengehörigkeitsgefühl.

Entsprechend regelmäßig ging es nach den Kurseinheiten gemeinsam in die Kneipe. Es wurden sogar „Ausgehpläne“ erstellt, damit ehemalige Kursteilnehmer sich jederzeit anschließen können.

Um noch mehr gemeinsam zu unternehmen, starteten wir 2017 mit der ersten „Klassenfahrt“ – ab jetzt ging es immer im Februar nach München zum Tanzfestival Rock that Swing, und jeden Juli zum Campen aufs Firebirds Festival

Während dieser Zeit lernte Christoph auch seine spätere Ehefrau (und Vereins-Mitgründerin) Anja kennen ❤

Unsere Vorbilder

Seit inzwischen mehreren Jahrzehnten leisten die 3-fachen Boogie Woogie-Weltmeister Marcus Koch und Bärbl Kaufer Pionierarbeit im Bereich Swing-Tanz.

Wir können zwar tänzerisch nicht mit ihnen mithalten, aber was Organisation und Kommunikation angeht sind sie unsere Vorbilder. Hier sieht man die beiden (mit einer Delegation aus Nürnberg) in ihrer Münchner Tanzschule „Vintage Club“:

Eine Idee
Wir wollen mehr

Der Hochschulsport gerade der FAU Erlangen-Nürnberg (an der auch Sportlehrer ausgebildet werden) hat viel zu bieten, aber es gab auch einige Einschränkungen, die für die schnell wachsende Swing-Tanzszene langsam aber sicher zum Problem wurden:

So konnten Interessenten, die nicht studierten, nicht an den Kursen teilnehmen. Auch waren die Räume während der vorlesungsfreien Zeit wochenlang nicht verfügbar, und außerhalb des Kursbetriebs konnten keine Social Dances oder Tanzparties stattfinden.

Die Lösung war schnell gefunden: man entschloss sich, einen eigenen Verein zu gründen! Auf diese Weise würde man Nicht-Studenten aufnehmen und auch viele andere Einschränkungen auflösen können. Im Oktober 2018 ging es damit los.

Es folgte zunächst ein bürokratischer Hürdenlauf: Notar, Amtsgericht, Finanzamt, Bank, kommunales Sportbüro, Bayerischer Landessportverband, Vereinsregister, Transparenzregister, Versicherung, GEMA, GEZ und zahllose andere Stellen hatten alle Hunger und Anspruch auf Unterlagen und Geld… Wer nicht Jura oder Verwaltungswissenschaften studiert hat sollte von einer Vereinsgründung tunlichst Abstand nehmen!

Einen Einblick in die katastrophalen Verhältnisse die von den Regierungsparteien CDU und SPD in den vergangenen Jahrzehnten „für“ Vereine geschaffen wurden, bietet dieses Dokument des Bundestags

Dickes Jahr
2019

Da Swing-Tänzer aus besonders zähem Material gemacht sind, haben wir uns trotzdem durchgebissen – und nachdem noch viele hundert Stunden in Marketingmaßnahmen wie Website, Aushänge, Flyer etc. gesteckt wurden, konnte es losgehen: bereits im ersten Jahr wuchs der Verein von den sieben Gründungsmitgliedern auf 83 zahlende Mitglieder an.

Nicht nur im Verein, sondern auch privat tat sich viel: die beiden Vorstände heirateten und bekamen ein Jahr nach Vereinsgründung – im Oktober 2019 – ihr erstes Kind.

Dünnes Jahr
2020

Der Start ins Jahr 2020 war grandios – die Nachfrage war so hoch, dass wir an die Kapazitätsgrenze der von uns angemieteten Räume stießen und zum ersten Mal eine Warteliste für Interessenten führen mussten.

Für die Zeit nach den Osterferien wollten wir mit größeren Hallen erstmals auf über 100 Mitglieder kommen, aber dann kam alles anders… am 13. März 2020 hatte die Bayrische Landesregierung angekündigt, wegen des Coronavirus alle Schulen bis zum 19.4. zu schließen.

Das RKI ging zu diesem Zeitpunkt zwar offiziell noch von einem mäßigen Risiko für Deutschland aus und Veranstaltungen bis 100 Teilnehmer waren erlaubt, aber am 14. März entschlossen wir uns schweren Herzens, sicherheitshalber alle unsere Aktivitäten einzustellen.

In den folgenden Monaten versuchten wir, im Rahmen der jeweils geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen den Trainingsbetrieb soweit möglich wiederzubeleben, aber bei der wechselhaften Lage im Jahr 2020 war die für ein gutes Training so wichtige Konstanz nicht mehr herstellbar. Wir versuchten trotzdem unser Bestes und schafften es, unser WCS-Rally-Video 2020 zu drehen sowie ein reduziertes Kursprogramm und einen vereinzelten Workshop abzuhalten.

noch dünneres Jahr
2021

Das Jahr 2021 war eine Katastrophe… der Lockdown, der im November 2020 begonnen hatte dauerte am Ende knapp 8 Monate lang… und während dieser Zeit wurde den Vereinen klar demonstriert, was die CDU/CSU + SPD-Regierung von ihnen hält: nichts.

Es gab keine ernsthafte Unterstützung außer ein paar Alibi-Aktionen.

Corona-Hilfen für Sportvereine mussten über „prüfende Dritte“ beantragt werden (also Steuerberater), auf deren Kosten man dann sitzen geblieben ist. Das mag sich für größere Vereine noch gelohnt haben, aber für einen kleinen Verein wie unseren (die Durchschnittsgröße in Bayern liegt bei 380 Mitgliedern, wir hatten in der Spitze 82) wären bei Beantragung mehr Aufwand und Kosten entstanden als am Ende durch die Hilfen wieder reingekommen wäre – also mussten wir komplett ohne Unterstützung durch diese Zeit gehen.

Während der 8 Monate haben uns viele untreue Tomaten verlassen – als wir Ende Juni 2021 endlich wieder starten durften, war nur noch die Hälfte der Mitglieder übrig…

Um wieder zu wachsen haben wir versucht neue Angebote ins Programm aufzunehmen: Solo-Tänze, K-Pop Choreographien und ein Kinderprogramm

Wir hatten mit unseren Versuchen, in diese für uns neuen Gebiete der großen Tanzwelt vorzudringen allerdings nur mäßig Erfolg. Am Ende des Tages mussten wir uns eingestehen: richtig gut funktionieren wir eigentlich nur dann, wenn es um Paartanz geht und wenn die Zielgruppe jüngere Erwachsene sind.

Dickes Jahr
2022

Das Jahr 2022 war schon wieder komplett anders: die beiden Vorsitzenden Christoph & Anja haben ihr zweites Kind bekommen 🙂 Weil sie nun aber zeitlich nicht mehr gut dazu in der Lage dazu waren, selbst zu unterrichten wurden neue Teacher angeworben. So wurde das angebotene Programm wieder ganz schön umgekrempelt, und erstmalig fanden Salsa und Discofox einen Platz im Programm.

Gleichzeitig wuchs auch die Mitgliederanzahl, und im März konnte der Stand von vor Corona (82 Mitglieder) wieder erreicht werden.

Normalerweise wäre das Anlass zu einer Feier gewesen! Aber der März 2022 brachte auch die Ukraine-Krise mit sich… um zu helfen, wurde auf die Schnelle ein Charity-Event organisiert. Dieses war ein bißchen mit der heißen Nadel gestrickt – in nur vier Tagen mussten Raum und Helfer organisiert und die Spendenaktion bekannt gemacht werden. Wahrscheinlich hätte man sich eine Woche mehr Zeit lassen können, aber es hat trotzdem alles geklappt – und wir sind sehr stolz darauf, unter den teilnehmenden Tänzern die stolze Summe von 1.128 Euro für das Rote Kreuz gesammelt zu haben!

Bereits im Vorjahr waren wir trotz großer eigener Probleme karitativ aktiv gewesen, und konnten dem Nürnberger Verein Aldea Laura eine Spende überreichen – damals allerdings nur 150 Euro. Dass wir nun gleich eine vierstellige Summe für einen guten Zweck zusammengebracht haben hat uns zu dem Entschluss veranlasst, ab jetzt jedes Jahr eine Charity-Veranstaltung zu organisieren 🙂

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